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07. Dezember 2019 um 10:00
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Wissenswertes

Wissenswertes rund um Streuobstwiesenschutz

Mehr zum Thema Streuobstwiesen, deren Pflege, Schutz und den jahreszeitlichen Vorbereitungen sowie der dort vorkommenden Artenvielfalt lesen Sie in den Beiträgen von z.B. Volker Unterladstetter, Hanna Bante, Timo Sachsen und Bernhard May.


Mindestens 5.000 Arten...

Blühaspekt © Volker Unterladstetter
Blühaspekt © Volker Unterladstetter

Streuobstwiesen gehören zu den wertvollsten Lebensräumen der mitteleuropäischen Kulturlandschaft und beherbergen mehr als 5.000 Arten… So oder ähnlich beginnen viele Texte, die für den Erhalt von Streuobstwiesen werben. Sicherlich, der Lobgesang auf die Vielfalt ist gut gemeint und verkauft sich im Zeitalter des Artensterbens zunehmend besser. Aber mal ehrlich: Haben Sie auf „Ihrer“ Obstwiese einmal nachgezählt? Mittlerweile ist bekannt, dass sich Streuobstwiesen ohne strukturierte Bearbeitung immer mehr zu artenarmen Brachen wandeln. Ungepflegte Obstbäume wachsen wirr in alle Richtungen und die Wiesen darunter fallen in eine Art Dornröschenschlaf. Erfahren Sie im nachfolgenden Beitrag von Volker Unterladstetter mit welchen Maßnahmen „Ihre“ Obstwiese diesem Schicksal erfolgreich entkommt.


36 Jahre Naturschutz im Kulturbiotop „Hochstammobstwiese“

Obstwiese © Hans-Martin Kochanek
Obstwiese © Hans-Martin Kochanek

Zu den wichtigsten Aspekten für Gedeih und Pflege der in die Jahre gekommenen Hochstammobstbaum-Altbestände im Großraum Mettmann, zählt vorrangig der Schutz vor Verbiss, der Naturschutz sowie der Nutzen. Der Verfasser des nachfolgenden Erfahrungsberichtes hat für das Mettmanner Kulturbiotop „Hochstamm-Obstwiese“ interessante Punkte zusammengefasst. „Entsprechendes Detailwissen“, so merkt er an: „sollte man sich lieber über Fachbücher und Nachfragen bei Fachleuten einholen“. Wissenswertes zum Erhalt alter Sorten, ob Kartierungen überhaupt noch notwendig sind und wer für Kostentragung zuständig sein sollte, fasst er im Beitrag kurz zusammen. Wer hat überhaupt den Nutzen von diesem einmaligen Kulturbiotop? Sein Fazit ist einleuchtend. Doch lesen Sie selbst…


Im Winter ruht die Streuobstwiese!???

Obstwiese Aetzlenbach © Hans-Martin Kochanek
Obstwiese Aetzlenbach © Hans-Martin Kochanek

Auf ertragreichen Streuobstwiesen sind, entgegen landläufiger Meinung nach auch  im Winter entsprechend dem Alter des Baumbestands, Pflegemaßnahmen notwendig. Gerade in dieser Wachstums(ruhe)phase steht bei den Apfel- und Birnbäumen der Gehölzschnitt an. Wobei tunlichst darauf zu achten ist, dass in der Frostperiode nicht geschnitten wird. Die beste Zeit für diese Pflegemaßnahmen ist somit der frühe und späte Winter. Auch die Vorbereitungen zur Aufzucht junger neuer Obstbäume fallen in diese Zeit. Eingelagerte einjährige Reiser und die im zeitigen Frühjahr stattfindende Obstbaumveredelung gehören gleichwohl zu den wichtigen Pflege- und Hegemaßnahmen im Winter. Timo Sachsen, Vorsitzender des Vereins BINE erläutert im nachfolgenden Beitrag u.a. weitere Aspekte zur Vereinsarbeit und zum Streuobstwiesenschutz.


Wertvolle Tipps zur Obstbaumpflanzung im Garten

Apfelbaum © Hans-Martin Kochanek
Apfelbaum © Hans-Martin Kochanek

Wenn die Natur im Winterschlaf versinkt, gönnt sich in der Regel auch der Hobby-Gärtner gerne eine Pause. Doch genau jetzt ist die richtige Zeit aktiv zu werden. Ideal für Baumpflanzungen ist die vegetative Abschlussphase im Herbst, wenn der Boden zudem auch noch frostfrei ist. Die Standortwahl mit passendem Abstand zum Nachbarsgrundstück sowie die zu erwartende Wuchshöhe des Baumes sollten bei der Planung eine vorrangige Rolle spielen. Für einen aufrechten und guten Wuchs reicht bereits eine Stütze, ein durchlässiger humusreicher Oberboden und eine regelmäßige Bewässerung. Obstbäume beschneidet man am besten noch vor dem Einpflanzen und müssen in jedem Frühjahr gedüngt werden. Verrotteten Kompost oder Stallmist legt man dazu auf die Baumscheibe mit einem 10cm-Abstand zum Stamm, um mögliche Stammfäule zu verhindern. Der jährliche fachgerechte Obstbaumschnitt sichert eine reiche Ernte und viel Freude an seiner Anpflanzung.


Die Perspektiven der Pflege und nachhaltigen Sicherung von Streuobstbeständen

Apfelquitte © NABU-Naturschutzstation Leverkusen-Köln
Apfelquitte © NABU-Naturschutzstation Leverkusen-Köln

Ganz essentiell für die Erhaltung von hochstämmigen Streuobstbäumen ist die fachgerechte und regelmäßige Pflege des Bestandes. Die heutige Kulturpflanze „Obstbaum“ kommt nicht ohne den wichtigen Gehölzschnitt für den Kronenaufbau, das Triebwachstum, die Lebensdauer des Baumes, die Baumstatik sowie den erfolg-reichen Ernteertrag aus. Auch bei der Altbaumpflege sind gerade die Behandlung bzw. Verhinderung von Krankheiten und Kronenbruch ein ganz wichtiges Thema. Die meisten der gut erhaltenen Streuobstbestände haben als Unterkultur Grünland, welches durch zweimaligen Mulchschnitt aufgedüngt wird. Damit kann zwar einer nicht gewollten Verbuschung vorgebeugt werden, zwangsläufig kommt es aber zu einer gewissen Artenverarmung, die gerade zur Zeit des großen Insektensterbens verhindert werden sollte. Lesen Sie mehr dazu aus der Masterarbeit von Hanna Bante.